Franz Carl Achard

Franz Carl Achard wird am 28.04.1753 in Berlin geboren, seine Eltern waren
aus Frankreich stammende Hugenotten. Mit 21 Jahren wird er Ehrenmitglied der „Naturforschenden Gesellschaft in Berlin“. Schon in jungen Jahren erhält Achard Zugang zu bedeutenden Forschungsstätten an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.
Mit großem Erfolg hält er Vorlesungen über Chemie und Experimentalphysik und arbeitet auf den Gebieten der Physik, der Meteorologie und der Landwirtschaft.
1782 wird Achard Direktor der Physik-Klasse der Königlich- Preußischen Akademie und setzt hier die Forschungen zur Entdeckung des Rübenzuckers fort.
Im selben Jahr kauft er das kleine Gut Kaulsdorf bei Berlin, hier führt er die von Andreas Sigismund Marggraf begonnene Forschung zur Zuckergewinnung aus europäischen Pflanzen weiter. Ein Brand zerstört das Gut Kaulsdorf.
Seine Versuche zur Zuckergewinnung werden danach auf der staatlichen Domäne Kunern in Schlesien erfolgreich weitergeführt.
Hier entsteht 1801 die erste Fabrik, die aus Runkelrüben Zucker gewinnt.
Damit ist Franz Carl Achard der Begründer der europäischen Rübenzucker-Industrie.